11 Joker, mit denen du trotz Sommerloch beruflich vorankommst

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Die Spatzen pfeifen es vom Dach und die Presse schwitzt auch schon, weil ihr die Themen ausgehen. Sommerloch! Jetzt läuft bewerbungsmäßig doch eh nichts – oder doch?

Hast du deine beruflichen Ambitionen auf den Herbst verschoben und stattdessen schon die Reisekoffer aus dem Keller geholt? Keine Sorge, ich will dir nicht sagen, dass das ein Fehler ist. Aber wenn andere im Sommerloch verschwinden kannst du die Gunst der Stunde nutzen – oder zumindest schon einmal dein Comeback vorbereiten.

Mir sind ein paar Sachen eingefallen, die dir jetzt dabei helfen können, den Sommer nicht chancenlos verstreichen zu lassen. Bereit? Halt‘ dich fest:

11 Joker, mit denen du trotz Sommerloch beruflich vorankommst

1. Deine Mitbewerber sind im Urlaub

Klar, Personaler und Entscheider machen auch mal Urlaub – aber eben nicht alle auf einmal und es gibt immer noch genügend Stellen, die auch im Sommer zu besetzen sind. Und da kommst du ins Spiel. Wenn du dich im Sommer bewirbst, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du weniger Mitbewerber hast und deine Bewerbung eher Beachtung findet als im Frühjahr oder im Herbst.

Nur weil die Presse das Sommerloch zelebriert heißt das noch lange nicht, dass die Welt sich nicht weiterdreht und die Wirtschaft sich kollektiv ein Päuschen gönnt. Wenn du einen neuen Job willst gibt es keinen Grund, jetzt die Hoffnung darauf auf Eis zu legen. Auch wenn das sehr erfrischend klingt.

2. Deine Ansprechpartner nehmen sich eher Zeit für dich

Während in einigen Unternehmen jetzt der Stress ausbricht (Urlaubsvertretung für Frau Hösel – auch das noch!), laufen die Uhren  in anderen Unternehmen jetzt ein wenig langsamer. Zum Beispiel, weil die wichtigsten Kunden im Urlaub sind. Jetzt ist endlich mal Zeit, in Ruhe ein paar Dinge anzustoßen – und auch mal wieder nach links und rechts zu schauen.

Für dich eine großartige Gelegenheit, ein paar Anrufe zu wagen und hier und da nachzufragen, ob deine Bewerbung willkommen wäre. Vielleicht nimmt sich sogar jemand die Zeit, ein paar Worte mit dir über geplante Arbeitsplätze zu wechseln – die noch gar nicht ausgeschrieben sind?

3. Du baust nebenbei Wissen auf

Das Schöne mit dem Nützlichen verbinden! Warum eigentlich nicht? Verbringst du deinen Urlaub in Frankreich oder Spanien ist das eine blendende Möglichkeit, ein paar Brocken Fremdsprache zu lernen und sie gleich anzuwenden. Museumsbesuche schulen zum Beispiel den Sinn für geschichtliche Zusammenhänge.

Kurse oder Führungen gibt es darüber hinaus nicht nur an vielen Urlaubsorten, sondern auch in der Heimatstadt oder online, falls der Urlaub in den eigenen vier Wänden stattfindet. Apropos Urlaub….

4. Du kannst Bildungsurlaub beantragen

Womöglich hast du sogar Anspruch auf Bildungsurlaub und somit zusätzlich zu deinen regulären Urlaubstagen die Möglichkeit, den Sommer gezielt und gleichermaßen für eine Auszeit und ein Weiterbildungsprojekt zu nutzen? Wenn du in Bayern oder Sachsen arbeitest fällt diese Option für dich leider aus – beide Bundesländer haben bisher kein Bildungsurlaubsgesetz erlassen.

Mit dem Weiterbildungsguide der Stiftung Warentest findest du alles heraus, was du für einen Antrag auf Bildungsurlaub wissen musst.

5. Du hast Zeit zum Lesen

Wenn alle Stricke reißen und du am Urlaubsort vollkommen von der Außenwelt abgeschnitten bist (kreisch! KEIN WLAN), kannst du immer noch ein Buch lesen. Nichts gegen einen guten Roman an der Stelle, aber du kannst auf deiner Strandliege auch ein Buch lesen, von dem du am Ende mehr hast als nur die Gewissheit, dass der Täter gefasst ist.

Fachbücher sind immer eine Option, es gibt mittlerweile zu jedem (!) Thema guten Lesestoff. Aber es gibt auch sehr unterhaltsame Bücher, die dich weiterbringen, weil der Autor oder die Autorin dich mit auf eine Reise nehmen. Autobiografien zum Beispiel.

6. Du erweiterst dein Netzwerk

Natürlich möchtest du im Urlaub niemanden mit langatmigen Job-Gesprächen langweilen. Aber was schadet es, einmal vorzufühlen was die Urlaubsbekanntschaften so beruflich machen oder gemacht haben? Vielleicht ist das überraschend interessant oder spielt sich sogar in der eigenen Branche ab, in der du selber unterwegs bist?

Gerade im Urlaub findest du manchmal einen ganz anderen Zugang zu Menschen, ihren Berufen und ihren Geschichten als in der alltäglichen Arbeitswelt. Nirgendwo sonst kommst du so leicht und ungezwungen ins Gespräch und kannst dich zum Beispiel über Berufsbilder informieren oder sogar direkte Kontakte zu Unternehmen knüpfen.

Das ist nichts, was du vorab wirklich planen kannst. Aber wenn du die Augen und Ohren offen hältst und ein generelles Interesse für dein Gegenüber mitbringst, kommen gute Gespräche fast von alleine zustande und das ist das A&O in Sachen Netzwerken.

7. Du siehst gut aus für dein Bewerbungsfoto

Ich höre im Herbst, Winter und Frühling häufig: „Mit dem neuen Foto warte ich noch, bis ich ein bisschen mehr Farbe habe“. Und dann ist Sommer und niemand geht zum Fotografen. Im Sommer ist der Teint meist schöner und du fühlst dich einfach frischer und besser.

Nutze die Chance und mache JETZT ein neues Foto, wenn du eines brauchst. Warte nicht auf die nächste Regenphase. Die Farbe ist schneller wieder aus dem Gesicht verschwunden als du denkst und dann stehst du womöglich wieder ohne Foto da.

8. Du kannst dich vorbereiten

Wenn du jetzt in Sachen Jobsuche nicht vorankommst, aber selber ein bisschen mehr Luft hast, kannst du dich zumindest vorbereiten und die Dinge erledigen, die du schon so lange auf deiner Liste hast: den Keller aufräumen, zum Sperrmüll fahren, Ablage machen, die Steuern angehen oder den neuen Schrank kaufen gehen. Denn wenn es wieder an der Zeit ist deine Jobsuche zu intensivieren werden das die Dinge sein, die du vorschiebst, um dich nicht mit deinen Bewerbungsunterlagen auseinandersetzen zu müssen ;-)

Alles erledigt? Dann gehe am besten auch gleich noch zum Friseur und stocke deine Garderobe passend für deine neue geplante Rolle auf – so bist du vorbereitet, wenn das Sommerloch vorbei ist.

9. Du kannst deine Unterlagen aktualisieren

Es gibt Tage, an denen küsst einen die Muse. Da klappt einfach alles, was man anpackt. Wenn du so einen Tag erwischst, dann ist das die beste Voraussetzung für Überflieger-Bewerbungsunterlagen. Nichts ist schlimmer, als die Unterlagen ganz neu überarbeiten zu müssen, wenn jemand zu dir sagt: „Schicken Sie mir gerne Ihre Unterlagen zu.“ Denn dann kommt Stress auf, unter dem ein herausragendes Ergebnis schwer zu schaffen ist.

Zeit + Muße + Muse + Sommer = Energie + Flow + Kreativität + Ergebnis

10. Du sammelst neue Erfahrungen

Der Sommer ist die beste Zeit, um neue Erfahrungen zu sammeln. In Amerika schreibt man die Dinge, die man unbedingt irgendwann erleben will, auf eine „Bucket List“. Ich finde die Idee gut, weil damit die Wahrscheinlichkeit steigt, die eigenen Vorhaben auch wirklich anzugehen. Was das mit der Jobsuche zu tun hat? Sehr viel, wenn du mich fragst, denn diese Erfahrungen machen dich als Mensch aus und zeigen, wie du tickst.

Einzigartige Erfahrungen machen dich unverwechselbar und damit wertvoll für den Arbeitsmarkt, weil du dich für neues geöffnet hast, Mut bewiesen hast, etwas gelernt hast, Ideenreichtum beweist und etwas Interessantes zu berichten hast. Egal, ob du Fallschirm springen gehst, einen Bungee-Jump wagst, eine Wasserski-Anlage ausprobierst, einen Segelschein machst, einen Schnupperkurs im Tauchen besuchst oder den Jakobsweg wanderst – es wird dich als Mensch weiterbringen und dir damit auch beruflich sehr nützlich sein!

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