6 Dinge über Lebenslauf Muster, die du unbedingt wissen solltest

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Fragst du dich, wie du deinen Lebenslauf so aufbereiten kannst, dass er auf dem neuesten Stand der Dinge ist, Erfolg hat und dabei auch noch gut aussieht?

Trotz „Fachkräftemangel“ scheint es doch für viele Bewerber immer schwieriger zu werden, an einen guten Job – geschweige denn den Traumjob – auch wirklich heranzukommen. Es ist eben nicht so einfach herauszustechen, wenn hunderte von Bewerbungsunterlagen auf dem Personalertisch landen.

Dabei sind Lebenslauf inklusive Anschreiben immer noch das Maß der Dinge wenn es darum geht, sich bei Unternehmen bemerkbar zu machen und so macht es natürlich Sinn, sich einer schönen Vorlage für den Lebenslauf zu bedienen. Vorlagen gibt es im Internet reichlich, du findest sie zum Beispiel über Pinterest.

Wenn du ein Muster aus dem Internet nutzt gibt es allerdings einige Dinge, die du wissen solltest, weil sie für den Erfolg deiner Bewerbungsunterlagen ausschlaggebend sein können – und die werden dir selten mit einer Vorlage mitgeliefert.

Welche Dinge sind das also, die dazu führen, dass aus einer Vorlage DEINE individuelle und erfolgreiche Bewerbung wird?

1. Qualität statt Quantität

Die Wahrscheinlichkeit, dass andere Bewerber auch Vorlagen nutzen, ist relativ hoch. Umso schwieriger ist es, dich abzugrenzen und dabei gleichzeitig die Anforderungen einer klassischen Bewerbung zu erfüllen. Standards wie die einzelnen beruflichen Stationen in umgekehrt chronologischer Reihenfolge aufzulisten (das heißt also die aktuelle Station zuerst) lässt beispielsweise alle Bewerbungen zunächst ähnlich aussehen.

Die Kunst liegt darin, dass du nicht allein mit Titeln und vielen Schlagworten arbeitest, denn andere nutzen die womöglich auch! Gehe stattdessen wirklich ins Detail, beschreibe, welche Projekte oder Aufgaben du übernommen hast und welche Erfolge du erzielt hast.

Auf diese Weise zeigst du mehr Profil und unterscheidest dich von deinen Mitbewerbern, denn diese konkreten Ergebnisse hast nur du erzielt – und du kannst sie wieder erzielen – in deinem neuen Job!

2. Achte genau auf die Stellenanzeige

Der Grund, warum Stellenanzeigen häufig kurz und knapp gehalten werden ist, dass man dir ganz genau erklären will, wer gesucht wird. Deswegen solltest du auch ganz genau hinschauen!

Deinen Lebenslauf einmalig zu erstellen und nie wieder anzupassen wird in vielen Fällen nicht funktionieren, weil zum Beispiel Schlagwörter fehlen (Achtung: es geht nicht um viele Schlagwörter sondern um die richtigen, siehe Punkt 1.). Besonders dann, wenn ein Algorithmus eingesetzt wird zur Vorauswahl von passenden Kandidaten wie in größeren Unternehmen und Konzernen, ist es unerlässlich, dich mit einem passenden Profil zu bewerben.

Wenn du das Gefühl hast, du hast mit dem Großteil der angegebenen Schlagwörter nichts zu tun, dann nützt dir auch die beste Vorlage nichts – dann bist du vielleicht einfach (noch) nicht soweit für den Job. Vielleicht kann dir aber eine Weiterbildung helfen, die du schon bald anfangen und in deinen Lebenslauf mit aufnehmen kannst?

3. Erzähle deine Geschichte

Eine Bewerbung zu schreiben hat auch ein stückweit etwas mit (Selbst-) Marketing zu tun und heute wird im Marketing Storytelling genutzt. Das heißt, Fakten werden in einen gut nachvollziehbaren Kontext oder gar eine Geschichte gebracht und so aufbereitet, dass sie gut lesbar sind und auch gerne gelesen werden.

Das ist eine gute Nachricht, denn gerade uns Frauen fällt es leichter die Dinge zu beschreiben wie sie sind anstatt „auf den Putz“ hauen zu müssen. Allerdings ist deine Geschichte sehr individuell, vielleicht hast du eine Lücke im Lebenslauf oder du möchtest als nächstes etwas ganz anderes machen als bisher.

Versuche nicht, deine Bewerbung passend zu machen damit sie einer Vorlage entspricht, denn so machen es sehr viele Bewerber. Kein Wunder, dass Personaler keine Lust haben, diese gleichgemachten Anschreiben zu lesen, oder? Traue dich, deine eigene Geschichte zu erzählen und so einen Unterschied zu machen.

4. Ein gutes Foto

Viele Vorlagen sehen gar kein Foto vor, das sind meist amerikanische Vorlagen, wo es üblich ist, der Bewerbung kein Bild beizufügen. In Deutschland ist das anders, hier ist ein Foto von dir durchaus noch gefragt. Man mag darüber streiten, ob das sinnvoll ist oder nicht, aber Fakt ist: wenn alle deine Mitbewerber ihrer Bewerbung ein sympathisches Foto beifügen und du nicht, dann ist das eher ein Nachteil für dich.

Die meisten Vorlagen sagen dir nicht, welche Art von Foto du verwenden solltest und es ist auch schwierig, das auf den Punkt zu bringen. Aber drei Grundvoraussetzungen für ein gutes Bild sind:

  • ein Fotograf macht die besten Bilder
  • Kleidung und Aufmachung dem Job entsprechend machen am meisten Sinn
  • ein vernünftiger Hintergrund macht das Bild besonders und lässt dich gut aussehen

Du weißt, dass das Foto gut ist wenn du stolz darauf bist und es dir am liebsten einrahmen und ins Wohnzimmer hängen würdest, weil du dich so gut wiedergegeben fühlst. Klingt übertrieben? Ich persönlich würde für nichts anderes als so ein Ergebnis Geld bezahlen wollen.

5. Zwei Seiten

In Amerika gilt: Eine Seite Lebenslauf und Schluss. Entsprechend voll sind viele Vorlagen mit Informationen, Grafiken und Extras. Oft wird auf den Vorlagen auch nur alles gezeigt, was geht, das heißt aber nicht, dass du jedes einzelne Schaubild auch verwenden solltest. Die Idee dahinter ist eher, dass du dir ein oder zwei Besonderheiten aus der Vorlage herauspickst!

Für deutsche Arbeitgeber ist selbst das unter Umständen etwas erschlagend. Weniger ist im Zweifel mehr, im Vordergrund steht in jedem Fall die Übersichtlichkeit, die gute Lesbarkeit und dass Informationen schnell gefunden und erfasst werden können.

In Deutschland gilt übrigens auch der zweiseitige Lebenslauf als Standard. Zu Recht, wie ich finde, denn danach wird es langsam mühselig. Jede noch so schöne Vorlage taugt nichts, wenn du deine Informationen nicht auf zwei, maximal drei (wenn es nicht anders geht) Seiten unterbringen kannst. So gesehen hast du hiermit ein gutes Auswahlkriterium.

6. Flankiere deine Bewerbung mit deinem online Auftritt

Die schönste und beste Bewerbung kann eine Absage kassieren, wenn dein online Auftritt eine ganz andere Sprache spricht als deine Unterlagen. Mein Lieblingsbeispiel ist Twitter, weil es mir hier so oft auffällt. Beispielsweise schreiben Bewerber in ihre Profil-Information „Ich arbeite für Unternehmen xy – hier gilt meine private Meinung“ – und dann lernt man sie über ihre Tweets sehr gut kennen. Etwas zu gut, wenn du verstehst, was ich meine ;-) Ein No-Go für manche Unternehmen.

Neben deinen Social Media Kanälen werden unter Umständen auch Kommentare gefunden, die du unter deinem Klarnamen gemacht hast. Ich beobachte beispielsweise bei XING, dass sich Mitglieder mit bestimmten Kommentaren unter Beiträgen selber keinen Gefallen tun.

FAZIT

Es mag uns gefallen oder nicht, aber wir sind nicht auf eine „one size fits all“ Vorlage zu reduzieren – auch wenn sie natürlich sehr hilfreich sein kann! Wenn du diese Punkte beachtest, hast du allerdings schon einen großen Vorsprung vor vielen anderen Vorlagen-Nutzern und gute Chancen auf einen neuen Job!

P.S.: Bald starte ich meinen Kurs: Zusammen zum neuen Job. Erfahre als erstes mehr!

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