Was ein professionelles Bewerbungsfoto haben sollte – und was nicht

Das skurrilste Bewerbungsfoto, das ich je auf dem Tisch hatte, zeigte eine Bewerberin neben einem umgekippten Mammutbaum…

Zugegeben, es war nicht der größte Mammutbaum, man konnte die Bewerberin schon noch erkennen, aber du kannst dir denken, was auf diesem Bild im Fokus stand.

Dass sich deine Bewerbung von denen deiner Mitbewerber abheben sollte, um Beachtung zu finden, brauche ich dir nicht zu erklären. Der erste Blick gilt dabei immer dem Bewerbungsfoto. Das wird kaum ein Entscheider zugeben, ist aber so.

Dabei geht es gar nicht mal in erster Linie um die Bewertung “Die Nase gefällt mir” oder “Die Nase gefällt mir nicht”. Ein Foto erhöht ganz automatisch die Aufmerksamkeit, ob wir wollen oder nicht. Das wissen wir auch aus vielen anderen Bereichen.

Es gibt Stimmen, die sich Bewerbungen deswegen generell ohne Foto wünschen. Übrigens auch ohne Angabe des Geschlechts, des Familienstands und der Kinder, damit sich Entscheider ganz auf die Kompetenzen der Bewerber konzentrieren können. Das ist theoretisch auch “erlaubt”.

Derzeit ist das aber noch nicht flächendeckend üblich und darum nicht pauschal empfehlenswert. Denn wenn zwanzig Bewerber ihrer Bewerbung ein professionelles Bewerbungsfoto zufügen und du die einzige bist, die es weglässt, dann fällst du zwar auf, aber nicht unbedingt positiv.

Du kommst also um das Bewerbungsfoto nicht herum. Mach’ das Beste daraus!

Ein erfahrener Fotograf weiß, worauf es bei einem professionellen Bewerbungsfoto ankommt und sorgt dafür, dass du dich während des Fototermins wohl fühlst. Das kann wirklich den entscheidenden Unterschied beim Ergebnis machen.

Wenn du mit deinem Foto zufrieden sein kannst, dann wird sich das auch im Gesamteindruck deiner Bewerbung wiederspiegeln. Da sind wir übrigens an einem wichtigen Punkt: Am Foto sollte also nicht gespart werden.

Klingt nach einer Selbstverständlichkeit, ich sage es aus gegebenem Anlass trotzdem vorsichtshalber dazu. Dafür reicht es leider nicht, den Mammutbaum wegzulassen. Ein unmotiviertes oder schlecht gemachtes Bewerbungsfoto bringt eben auch ohne Baum nichts.

Es geht nicht um den Besuch beim Fotografen an sich, sondern darum, was am Ende dabei herauskommt.

Dafür solltest du einen Fotografen finden, der zu dir passt, mit dem du gut zusammenarbeiten kannst, dem du vertraust und dessen Stil du gut findest.

Dank Google und online-Branchenbüchern wird es dir leicht fallen, eine Auswahl zu finden und über die Internetseite des Fotostudios oder über die Schaufenster-Dekoration im Ladengeschäft ein Gefühl zu entwickeln, ob du den richtigen Fotografen gefunden hast.

Er sollte dir Fragen nach dem passenden Bildformat und dem für dich richtigen Hintergrund kompetent beantworten können. Ein guter Fotograf steckt mit dir zusammen den Rahmen für dein bestes Ergebnis ab.

Idealerweise machst du den Termin an einem Tag, an dem du genug Zeit hast, dich zurecht zu machen.

Das bedeutet, Kleidung zu wählen, die zu den Jobs passt, auf die du dich bewirbst. Eine Bluse oder ein Hemd mit Blazer ist nie verkehrt. Wenn du dich damit zu steif fühlst, kannst du eine Jeans dazu anziehen und deine Lieblingsschuhe. Sieht man auf dem Foto nicht, lockert dich aber unter Umständen auf und darauf kommt es schließlich an.

Eine Sache, die du außerdem wissen solltest: Frauen wirken auf Bewerbungsfotos häufig “zu niedlich”.  Erfahrungswerte haben gezeigt, dass der Typ “scheues Reh” nicht so gut ankommt im Auswahlverfahren.

Bevor du dich jetzt auf die Suche nach einem geeigneten Fotostudio machst, gib doch einmal bei Google “Bewerbungsfotos” ein und schaue dir die Bilder-Ergebnisse an.

Welche gefallen dir? Welche nicht? Wen würdest du zum Vorstellungsgespräch einladen? Drucke dir drei Fotos aus, die dir besonders gut gefallen und nimm’ sie mit zum Fotografen deiner Wahl, damit er sich an deinen Vorstellungen orientieren kann.

Was denkst du? Ist es Zeit für ein neues und professionelles Bewerbungsfoto?

Viele Erfolg beim Fototermin
Cathrin

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