initiativbewerbung

6 Gründe für eine Initiativbewerbung und warum sie keine Blindbewerbung ist

Zugegeben: Niemand geht gerne auf eine Party, auf die er nicht eingeladen ist! Ich auch nicht. Eine Initiativbewerbung kann sich im ersten Moment genau so anfühlen: Als wolltest du dich selber auf eine Party einladen!

Für viele Bewerber klingt das nicht unbedingt attraktiv und sie lassen es lieber bleiben. “Wo soll ich mich denn ungefragt bewerben?” “Und um welche Position?” “Es hat doch sowieso keinen Sinn!”

Du ahnst schon, dass eine Initiativbewerbung relativ aufwendig in der Vorbereitung ist. Und du fragst dich, ob der Aufwand überhaupt im Verhältnis zum Ergebnis steht, richtig? Die Sache ist die: Es gibt einen Unterschied zwischen Initiativbewerbung und Blindbewerbung! Aber der Reihe nach…

Welche Unternehmen auf deine Initiativbewerbung warten

Weißt du, warum in den Print-Medien so wenig interessante Jobangebote stehen? Genau! Weil es teuer ist, eine Anzeige zu schalten, kostbare Ressourcen im Unternehmen bindet und das Ganze ohne Garantie, die passenden Bewerber überhaupt zu erreichen.

Große Unternehmen und Konzerne haben in der Regel kein Problem damit, viel Geld in Recruiting-Maßnahmen zu stecken. Sie haben es allerdings auch nur noch in bestimmten Fachbereichen nötig, denn die Masse an Bewerbern will sowieso dort arbeiten. Diese Unternehmen erhalten ohne Ende Initiativbewerbungen und natürlich mehr als genug Bewerbungen auf die Stellenangebote, die sie auf ihrer Webseite veröffentlichen.

Aber was ist mit den kleinen und mittelständischen Unternehmen? Die Unternehmen, die weder Zeit noch Ressourcen zur Verfügung haben, sich mit Stellenausschreibungen zu beschäftigen? Deren Stellenbörse auf ihrer Webseite versauert, weil sie kein Mensch aufruft? Was ist mit den Unternehmen, bei denen die Bewerber nicht Schlange stehen, weil sie kleiner und unbekannter sind?

Diese Unternehmen warten auf deine Bewerbung!

Was denkst du: Wieviel Aufwand kannst du einem Unternehmen einsparen, das dich nicht erst suchen muss, sondern dem du dich anbietest? Mal abgesehen davon, dass du weniger Konkurrenz hast, wenn du dich initativ bewirbst. Karriere-Experte Jürgen Hesse berichtet bei StepStone, dass rund 15-20% aller offener Stellen über Initiativbewerbungen besetzt werden!

Deine Chancen stehen gut, auf diesem Wege schneller erfolgreich zu sein

Wie du deine Initiativbewerbung angehst

Deine erste Aufgabe besteht darin, passende Unternehmen für deine Initiativbewerbung zu finden. Und dafür musst du zuerst herausfinden, was du wirklich zukünftig machen willst. Um diesen Schritt kommst du einfach nicht herum. Bei kaum einer anderen Bewerbungsform ist es so wichtig, vorher eine gründliche Standortbestimmung anzustellen und zu überlegen, wo deine Reise eigentlich hingehen soll. Du hast schließlich noch nicht einmal eine Stellenbeschreibung, an der du dich orientieren kannst.

Wenn du dein Ziel kennst, ist es schon gar nicht mehr so schwer, passende Unternehmen für deine Initiativbewerbung zu finden. Frage dich auch:

WO möchtest du arbeiten
Bist du bereit, umzuziehen?

WIE groß ist dein Radius
Wie lang darf dein Arbeitsweg sein?

WELCHE Unternehmen befinden sich in diesem Radius?
Oder in welcher Stadt möchtest du leben/arbeiten?

Um das herauszufinden recherchierst du am besten im Internet. Dir werden dort allerdings immer Unternehmen entgehen, die in Frage kommen. Deswegen empfehle ich dir, dich auch selber auf den Weg zu machen und Detektivarbeit zu leisten.

Du wirst überrascht sein, wie viele Unternehmen du auf einer Fahrradtour durch die Umgebung findest, die für eine Initiativbewerbung in Frage kommen und die du vorher entweder nicht kanntest oder auf die du nicht gekommen bist. Zum Beispiel im nächstgelegenen Gewerbegebiet oder Bürohaus.

Damit ist es allerdings noch nicht getan. Denn wenn du passende Unternehmen gefunden hast, geht es erst richtig los. Recherchiere alles über das Unternehmen, was du finden kannst und überlege dir ganz genau (warum, sage ich dir gleich)

… was du diesem Unternehmen anbieten kannst
…welche relevanten Erfahrungen du für einen Job in diesem Unternehmen gesammelt hast
…welche konkreten, überprüfbaren Kenntnisse du mitbringst
…warum du ausgerechnet für genau dieses Unternehmen arbeiten möchtest
…wann du anfangen kannst

Erst, wenn du diese Fragen sicher aus dem Stand beantworten kannst, gehst du zum nächsten Schritt über:

Rufe das Unternehmen an!

Bevor du jetzt vor Schreck umfällst, lies erst noch ein bisschen weiter. Was hält dich davon ab, einfach einmal anzurufen und nachzufragen, ob deine Bewerbung willkommen ist? Was kann dir passieren, außer, dass du direkt ins Gespräch kommst, einen Ansprechpartner für deine Bewerbung findest, Rückfragen stellen und vielleicht direkt Auskunft über dich selber geben kannst?

Wenn du Glück hast hat man regelrecht auf deinen Anruf gewartet. Das ist der Idealfall und dafür ist es so wichtig, gut vorbereitet zu sein. Versuche, ein paar Informationen herauszubekommen und zu verstehen, welche Informationen für deine Bewerbung wichtig sind. Vielleicht erfährst du direkt, dass aktuell eine Stelle zu besetzen ist? Oder, dass man deine Bewerbung zu einem späteren Zeitpunkt gerne berücksichtigt?

Aber auch, wenn du nur einen Namen erhältst, hast du jetzt einen Anknüpfungspunkt für dein Anschreiben! Du kannst und solltest dich auf dieses Telefonat beziehen und den Namen deines Gesprächspartners nennen. Wenn du deinen Lebenslauf und die übrigen Anlagen entsprechend zusammengestellt hast, kannst du die Bewerbung auf den Weg bringen.

Merkst du? Das hat nichts mit dem Gießkannenprinzip “one size fits all” zu tun, bei dem du eine einzige Bewerbung schreibst und sie “initiativ” an dutzende Unternehmen verteilst. Das hier ist ein “customized approach” für dich UND für das Unternehmen!

Warum solltest du also eine Initiativbewerbung schreiben?

1. Eine Initiativbewerbung spart dem Unternehmen bares Geld! Du kommst also keineswegs uneingeladen zur Party! Du bringst sogar das Catering!

2. Du musst nicht warten, bis eine passende Stelle ausgeschrieben wird. Du kannst JETZT loslegen!

3. Du hast weniger Konkurrenz

4. Du kannst dir aussuchen, bei welchem Unternehmen du dich bewirbst

5. Du hast einen Grund anzurufen und persönlichen Kontakt herzustellen

6. Du übst Bewerbungen zu schreiben und die telefonische Ansprache

Nachteile? Gibt es nicht! Das einzige, was passieren kann ist, dass du eine Absage erhältst. Aber selbst dann hast du viel mitgenommen: du hast gelernt, dich strategisch zu bewerben, über deinen Schatten zu springen, proaktiv zu sein, dich selbst zu verkaufen, Konversation zu betreiben und so viel mehr.

Hast du schon Erfahrungen mit Initiativbewerbungen gemacht? Ich freue mich über deinen Kommentar.

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2 Kommentare, sei der nächste!

  1. Guten Abend!
    Heute, trotz kleine Schritte auf dem Weg, bin ich besonders traurig und dieser Newsletter ist ein kleiner Sonnenstrahl für mich. Ich war gerade am überlegen, ob es überhaupt sinnvoll ist mich spontan zu bewerben. Ich werde es tuen, es hat mich doch überzeugt, aber ich fühle mich auch besser ausgestattet dafür. Vielen Dank!

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