Wie du nach Feierabend deine Jobsuche vorantreibst – garantiert kräfteschonend!

Du weißt genau: Lange wirst du deinen Job nicht mehr machen! Egal ob innere Kündigung oder befristeter Arbeitsvertrag – manchmal ist schon lange vor dem letzten offiziellen Arbeitstag ein Ende in Sicht.

Dann ist klar: Ein neuer Job muss her! Nur, wann sollst du dich darum kümmern, wenn du noch mitten im “alten” Job steckst, Projekte begleitest, Überstunden machst und den Schreibtisch voll hast? Mal abgesehen von deinen privaten Verpflichtungen?

Bevor du direkt hinschmeißt, um endlich in Ruhe nach einem neuen Job zu suchen oder einen Laden für asiatische Teekultur aufzumachen (das kann ich wirklich nur in Ausnahmesituationen empfehlen!) habe ich noch ein paar Ideen, wie du deine Jobsuche kräfteschonend schon jetzt vorantreiben kannst.

Es gibt ein paar Dinge, die du noch heute angehen kannst, um dich langsam auf deinen Jobwechsel vorzubereiten. Stundenlang Blindbewerbungen zu formulieren auf Stellen, die nicht zu besetzen sind, gehört nicht auf die Liste. Das frustriert dich nur noch mehr und raubt dir Kraft und Energie für wichtigere und sinnvollere Aktivitäten.

Was und vor allem: WIE kannst du also stattdessen in deiner knappen Zeit vorankommen?

1. Organisiere dich!

Aber ich bin organisiert! Denkst du jetzt vielleicht. Das kann schon sein. Bei der Arbeit vermutlich und in Bezug auf deine Freizeitaktivitäten. Erfahrungsgemäß unterschätzen aber auch die strukturiertesten Leute häufig den Wert einer planvollen Vorgehensweise in Sachen Jobsuche und Bewerbung.

Wenn du das Gefühl hast, für deine Jobsuche zu wenig Zeit zu haben, dann ist die Frage: Wie wichtig ist dir dein Jobwechsel eigentlich? Wenn er sehr wichtig ist und du dich hin und hergerissen fühlst zwischen Alltag und “ich müsste eigentlich Bewerbungen schreiben”, dann ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass du ein System brauchst.

Immer dann, wenn wenig Zeit für viele, große Aufgaben da ist, wird es Zeit für eine Planung. Und die kann kaum nur in deinem Kopf stattfinden, die gehört auf’s Papier!

Bis WANN willst du WAS erreicht haben? Und WAS muss als erstes erledigt werden, damit es weitergehen kann? Die meisten Aufgaben, auch in Sachen Jobsuche und Bewerbung, lassen sich in eine klare chronologische Abfolge bringen und in kleinste Häppchen unterteilen, die gut zu verdauen sind.

Das Motto lautet also: Nicht den großen Berg an Aufgaben sehen sondern alle offenen Punkte (zu denen kommen wir gleich) in einzelne Handgriffe zerlegen und in den Kalender eintragen.

Sammeln kannst du deine Aufgabenliste in jedem Notizbuch (ich mag die Bücher von Moleskine*. Sie sind nicht ganz günstig, so dass man sie tendenziell auch wirklich nutzt ;-) oder in einem online Programm wie Trello.

Aber welche Aufgaben gibt es jetzt zu planen? Zum Beispiel diese hier:

2. Deine Bewerbungsunterlagen

Damit ist nicht gemeint, dass du nur die aktuelle Position hinzufügst! Sorge dafür, dass deine Basisbewerbung wirklich ansprechend und gut ausgearbeitet ist. Das bedeutet auch, dass einerseits Individualität gefragt ist und anderseits gewisse Formen eingehalten werden sollten.

Plane die Zeit ein, die du brauchst, um deine Unterlagen Stück für Stück zu optimieren, bis du dich wohl damit fühlst. Mache ein Projekthäppchen daraus, dem du in der Woche ein oder zwei Stunden widmest. Auch wenn du nur langsam voran kommst machst du Fortschritte und hast nach kurzer Zeit eine gute Basis.

Auch einen Termin für neue Bewerbungsfotos kannst du schon vereinbaren, zum Beispiel an einem Samstag. Vorher kannst du eventuell noch eine Stunde Recherche für einen passenden Fotografen einplanen und eine weitere für das richtige Outfit oder auch den Friseurbesuch.

Wenn du später dann einen interessanten Job entdeckst, auf den du dich bewerben möchtest, bist du bereit und brauchst deine Basisbewerbung nur noch individuell auf das Stellenangebot anzupassen.

2. Deine Online Reputation

Was sagt Google eigentlich über dich? Schau doch einmal nach! Irgendetwas dabei, was ein potenzieller neuer Arbeitgeber besser nicht sehen sollte? Dann ist jetzt ein guter Zeitpunkt aufzuräumen – so gut es eben möglich ist. Besonders dein Facebook-Profil sollte aufgeräumt oder noch besser: nur von Freunden einsehbar sein. Über die Facebook “Einstellungen” kannst du das selber beeinflussen. Achtung: Dein Profilfoto und dein Header-Bild sind trotzdem zu sehen!

Wenn du noch kein XING-Profil hast, dann leg’ eines an oder optimiere dein bestehendes Profil. Das kostet dich nicht viel Zeit, kann dir aber sehr nützlich werden. Wenn du damit fertig bist schau’ dich doch einmal bei LinkedIn um, das besonders interessant für internationale Aufgaben und Kontakte funktioniert, aber mittlerweile auch für eine Jobsuche innerhalb von Deutschland nützlich sein kann.

Klingt nach viel Arbeit? Nicht, wenn du für jede einzelne Station deiner Profile eine eigene Zeiteinheit einplanst. Erinnerst du dich? Es ist ein Projekt mit vielen kleinen Sprints, dass dich am Ende schneller und besser voranbringt als nächtliche Marathons am Rechner ohne Plan.

3. Dein Netzwerk

Halte Ausschau nach Ideen und Möglichkeiten für eine neue Aufgabe, wie ein Detektiv. Überlege, welche deiner Verwandten, Bekannten, Freunde oder Ex-Kollegen dir mit Tipps oder Informationen oder Kontakten weiterhelfen könnten. Wen kannst du ansprechen, um dich über Themen, Branchen oder Positionen zu informieren? Eine gute Gelegenheit, mal wieder ein paar Termine zum gemeinsamen Mittag- oder Abendessen zu vereinbaren.

Am Anfang ist dein Ziel vielleicht nur ganz allgemein ein Jobwechsel, aber durch Gespräche und Informationen ergibt sich mit der Zeit ein Bild davon, was du ganz konkret als nächstes machen willst. Je konkreter das Ziel für dein Projekt “Jobwechsel” wird, desto einfacher ist es auch zu erreichen!

4. Fazit: Gut Ding will Weile haben

Manches braucht Zeit, um sich zu entwickeln, ein erfolgreicher Jobwechsel gehört nicht selten dazu. Natürlich kannst du dir schnell irgendeinen neuen Job beschaffen. Besonders, wenn der Leidensdruck im alten Job sehr hoch ist, ist die Versuchung groß, den erstbesten Job anzunehmen, der sich bietet. Die Wahrscheinlichkeit ist dann allerdings auch hoch, dass du bald wieder am gleichen Punkt stehst wie vorher – und einen neuen Job suchst.

Wenn du einen neuen Job suchst, mit dem du im Einklang sein kannst, dann darfst und solltest du dir die Zeit nehmen, diesen Job zu suchen. Feiere die Vorbereitung auf eine neue, selbstbestimmte Ära deines Berufslebens.

Mit einer sorgfältigen Planung bist du nicht nur gut vorbereitet, wenn sich dir eine Chance bietet. Du richtest deine Gedanken auf diese Weise auch hoffnungsvoll in die Zukunft und holst dir damit ein gutes Stück Lebensqualität ins Haus.

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