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So findest du offene Stellen – 5 unterschätzte Methoden (mit Praxis-Tipps)

Ein neuer Job soll her – der Entschluss ist gefasst! Aber was nützt der schönste Wechselwille, wenn du keine passenden offenen Stellen findest?

Wenn du dich einzig auf Jobsuchmaschinen wie Stepstone oder Monster verlässt bist du nicht nur ziemlich einseitig unterwegs, sondern du hast auch noch viel Konkurrenz. Nach eigenen Angaben liefen bei Monster im Jahr 2016 jeden Monat über 5 Millionen Suchanfragen auf. Rund 1,5 Millionen Suchagenten waren angelegt worden. Und zwar nur in Deutschland!

Wie an der Börse macht es also auch bei der Suche nach offenen Stellen Sinn, dich breiter aufzustellen und so das Risiko zu minimieren, dass dir die entscheidende Stelle durchrutscht, dass du zu spät bist oder einfach nur als einer von viel zu vielen Bewerbern untergehst.

Mit ein paar Ideen erweiterst du dein Portfolio leicht und hast so nicht nur mehr Freude am Suchen, sondern womöglich auch noch mehr Erfolg. Aber Vorsicht: ohne die richtige Strategie investierst du womöglich viel zu viele Stunden in deine Recherche und erreichst am Ende doch nicht dein Ziel.

Beachte deswegen unbedingt die Praxis-Tipps für deine Suche nach einer neuen Position:

1. Arbeite mit Karriereseiten von Unternehmen

Die meisten Unternehmen haben mittlerweile ihr eigenen Karriereseiten. Das weiß mittlerweile auch jeder, nur schauen viele Bewerber nicht regelmäßig drauf. Das kann aber den entscheidenden Unterschied machen!

Je größer und bekannter das Unternehmen, desto schneller ist eine ausgeschriebene Stelle besetzt – vielleicht sogar direkt über die hauseigene Stellenbörse. Es macht deswegen Sinn, Karriereseiten von relevanten Unternehmen sehr regelmäßig zu besuchen, um immer auf dem aktuellsten Stand zu sein.

Abgesehen davon, dass du auf diese Weise zeitnah über offene Stellen informiert bist, erfährst du viel über das Unternehmen, seine aktuellen Herausforderungen und Zukunftsstrategien. Warum diese Informationen spätestens in der Vorbereitung auf ein persönliches Gespräch wichtig sind, habe ich in diesem Beitrag beschrieben.

Praxis-Tipp

Lege dir in deinem Browser einen Ordner “Karriereseiten” an, indem du die für dich wichtigen Karriereseiten unter dem Namen des jeweiligen Unternehmens speicherst. Auf diese Weise kannst du strukturiert und zügig regelmäßig die neuesten Stellenangebote scannen, ohne jedesmal deine Recherche von Neuem aufbauen zu müssen.

Bei der allgemeinen Recherche kommt man schnell “vom Hundertsten ins Tausendste” und verliert sich in den Tiefen des Internets. Speichere wirklich nur Karriereseiten von Unternehmen ab, die als zukünftiger Arbeitgeber für dich in Frage kommen. Um diese zu finden ist es wichtig, dass du deine Rahmenbedingungen und Zielvorstellungen genau kennst.

2. Nutze andere Jobsuchmaschinen 

Stepstone und Monster sind super, ich würde sie nur um andere Jobsuchmaschinen ergänzen. Auch wenn es auf den ersten Blick manchmal so aussieht, als würden alle die gleichen Quellen nutzen und die gleichen offenen Stellen anbieten – es lohnt sich, auch ein paar andere Jobsuchmaschinen ins Programm zu nehmen.

Zum Beispiel indeed. Nach eigenen Angaben ist indeed mittlerweile die Jobsuchmaschine Nummer eins mit weltweit über 200 Millionen Besuchern im Monat. Trotzdem höre ich immer wieder: Kenne ich, nutze ich aber nicht regelmäßig. Weitere große Jobsuchmaschinen sind Jobbörse, Jobsuma oder Jobworld.

Auch lokale Jobsuchmaschinen deiner Stadt, der Region oder des Ballungszentrums, in das du gerne ziehen möchtest, solltest du einbeziehen.

Jede Suchmaschine durchforstet das Netz nach anderen Kriterien und arbeitet mit anderen Partnern. Überschneidungen finden dadurch zwar statt, aber es besteht eben auch die Möglichkeit, eine offene Stelle zu finden, die besonders gut passt oder die andere noch nicht entdeckt haben.

Praxis-Tipp

Lege dir bei einigen großen Jobsuchmaschinen verschiedene, möglichst konkrete Suchagenten an und lasse dir dir E-Mails in ein eigens dafür eingerichtetes Postfach liefern. Im Hauptpostfach gehen die sehr regelmäßigen Suchagenten-Mails bald unter und es entsteht leicht ein Gefühl der Überforderung, wenn du nicht hinterherkommst mit dem Lesen. Für die Abarbeitung der Mails kannst du dir ein oder zweimal pro Woche ein festes Zeitfenster einrichten, um nicht zu viel Zeit zu investieren.

Achte beim Lesen der E-Mails nicht nur auf die ausgeschriebene offene Stelle, sondern auch auf die Unternehmen, die dahinter stehen. Vielleicht stößt du auf ein Unternehmen, das du vorher noch nicht auf dem Schirm hattest und das du nun in deinen Ordner “Karriereseiten” aufnehmen kannst.

3. Nutze die Möglichkeiten der Business-Netzwerke

In der Jobsuchmaschine von XING findest du wirklich gute Stellen. Teilweise kannst du direkt im Angebot dein Interesse bekunden, auf dein Profil aufmerksam machen oder dich kontaktieren lassen. Darüber hinaus hast du bei XING die Möglichkeit, Gruppen beizutreten und hier offene Stellen zu finden. Viele Gruppen bieten Stellenmärkte, Marktplätze oder eine Anzeigenrubrik in ihrem Forum an.

Auch Linkedin bietet eine Stellenbörse an und die Relevanz dieses Business-Netzwerks steigt auch in Deutschland stetig.

Praxis-Tipp

Plane dir jede Woche einen festen Zeitrahmen für deine Arbeit in Business-Netzwerken ein. Neben der Suche nach offenen Stellen sollte dein Profil auf dem aktuellsten Stand sein und die wichtigsten Informationen über dich enthalten.

Über die Netzwerke kannst du nicht nur proaktiv suchen – sondern auch gefunden werden: Recruiter, Headhunter und auch Personaler sind selber unterwegs und versuchen, offene Stellen zu besetzen. Wer hat dein Profil zuletzt besucht?

4. Mache über die sozialen Medien auf dich aufmerksam

Unternehmen schalten mittlerweile online-Werbeanzeigen für offene Stellen. Indem du relevante Unternehmensseiten abonnierst, besuchst, kommentierst und teilst machst du die Algorithmen auf dich aufmerksam und bekommst passende Anzeigen in die Timeline gespült. Das funktioniert besonders gut für Facebook und Instagram.

Auf Twitter teilen viele Unternehmen ihre offenen Stellen und berichten über neue Entwicklungen im Unternehmen. Unter den Hashtags #jobs, #stellenangebot oder #stellenanzeige findest du ganz aktuelle Jobangebote.

Praxis-Tipp

Besonders bei Twitter kannst du sehr gut mit Unternehmensvertretern in Kontakt kommen, zeitnah Informationen über Veranstaltungen erhalten und exklusive Einblicke gewinnen. Je nachdem, in welchem Bereich du unterwegs bist, wird die Nutzung von oder die Kenntnis über die Funktionsweisen von Social Media vorausgesetzt. Hier ist deine Zeit also unter Umständen in doppelter Hinsicht gut investiert.

Allerdings ist es auch nirgends so wichtig wie hier: Setze dir für deine Aktivitäten ein klares zeitliches Limit, damit es nicht aus dem Ruder läuft.

5. Frag’ bei Unternehmen nach

Manchmal haben offene Stellen das Unternehmen noch gar nicht verlassen, wenn du anfängst, danach zu suchen. Wenn du anstrebst, für ein bestimmtes Unternehmen zu arbeiten, frag’ doch einfach mal nach wie der Stand der Dinge ist.

Im Idealfall führst du ein richtig gutes Gespräch und wirst aufgefordert, deine Unterlagen zu übersenden. Oder du erfährst, dass bald eine Stelle ausgeschrieben werden soll und bekommst wertvolle Hintergrundinformationen.

Praxis-Tipp

Wenn die erste Ansprechperson keine Auskunft geben kann, frage nach, ob man dich in die Fachabteilung oder ins Recruiting weiterverbinden kann. Finde heraus, ob es einen Platz für dich gibt oder geben wird. Gib’ nicht gleich auf!

Unter Umständen kennst du sogar jemanden, der bereits im Unternehmen arbeitet und bereit ist für ein Gespräch. So kannst du wertvolle Hintergrundinformationen erhalten – und vielleicht sogar auf eine Empfehlung zählen.

Fazit

Wenn ein neuer Job her soll oder sogar her muss, bricht leicht die hektische Suche nach offenen Stellen aus. Schnell sind viele, viele Stunden in die Recherche geflossen – und die Stimmung geht gegen null.

Die Anzahl der offenen Stellen kann nicht groß genug sein, wenn du nicht weißt, wonach du überhaupt suchst! Der erste Schritt muss deswegen immer sein, dass du dir darüber klar wirst, wohin die Reise für dich überhaupt gehen soll.

Was willst du machen?
Warum willst du es machen?
Welche Bedingungen müssen erfüllt sein?

Dreh’ den Spieß also am besten um und suche zuerst nach deinem Ziel – und erst dann nach den entsprechenden offenen Stellen. Es fühlt sich nicht nur besser an – es hat auch mehr Aussicht auf Erfolg!

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