Jobsuche

Auf Jobsuche? Warum du jetzt das Telefon in die Hand nehmen solltest

So komfortabel es ist, im Internet nach Jobs zu suchen und alles schriftlich und online zu erledigen – ein Anruf kann dir den entscheidenden Durchbruch bei der Jobsuche bringen!

Ein Telefonat mit der Personalabteilung kann darüber entscheiden, ob deine Bemühungen Erfolg haben oder nicht.

Es kostet Selbstvertrauen und Mut, den Hörer in die Hand zu nehmen und sich dieser Herausforderung zu stellen. Genau das wissen auch die Personaler auf der anderen Seite der Leitung und da liegt dein Vorteil.

Im Internet kursieren Meinungen von “Unbedingt anrufen” bis hin zu “Auf keinen Fall anrufen”. Während auf diversen Bewerbungsseiten der persönliche Anruf gerne empfohlen wird, hört man auch ‘Bloß nicht!” Stimmen aus den Personaler-Reihen.

Ich finde, die Wahrheit liegt, wie so oft, in der Mitte. Keine Frage, die Arbeit im Personalbereich besteht aus vielen verschiedenen Aufgaben – Telefonate mit Bewerbern zur Klärung ihrer Anfragen sind dabei nur ein kleiner Teil.

Dass ein Anruf bei einem Unternehmen, bei dem du gerne arbeiten möchtest, deshalb eine gründliche Vorbereitung erfordert, ist also klar, oder? Du solltest sowohl die Stellenanzeige als auch den Internetauftritt des Unternehmes zunächst gründlich lesen, um deine Fragen, wenn möglich, selber zu klären.

Du rufst ein Unternehmen nämlich am besten nur dann an, wenn du wirklich und aufrichtig eine Frage hast, die sich nicht anderweitig beantworten lässt – schon aus Höflichkeit, um niemanden unnötig von seiner Arbeit abzuhalten.

Es geht nicht um das Anrufen des Anrufens wegen!

Hier ist gesunder Menschenverstand gefragt. Der sagt dir im Idealfall auch, dass du besser nicht montags und vielleicht sogar nicht freitags anrufen solltest (vor dem Wochenende und nach dem Wochenende) und dass in der Mittagszeit vermutlich die Hälfte der Belegschaft in der Kantine ist.

Gegen einen freundlichen Anruf mit den Worten: “Mein Name ist… Ich habe eine Frage zu… Passt es gerade? Haben Sie ein paar Minuten Zeit?” sollte dann eigentlich niemand etwas einzuwenden haben.

Und was kann schon passieren? Hast du zum Beispiel eine Stellenanzeige gefunden, die älter ist als zwei Wochen, dann darfst du ruhig nachfragen, ob deine Bewerbung noch erwünscht ist.

Auch konkrete Fragen zu ausgeschriebenen Stellen sind legitim, wenn sie wirklich Sinn machen, nicht anders zu klären sind und für dich und deine Bewerbung wichtig sind.

Geht es um eine Initiativbewerbung, darfst du gerne anrufen und höflich dein Anliegen vortragen: “Ich möchte mich gerne initiativ bei Ihnen bewerben, weil ich keine passende Stelle auf Ihrer Webseite gefunden habe. An wen darf ich mich wenden?”

Die meisten und vor allem die guten Personaler sprechen immer noch gerne mit Bewerbern und haben Verständnis für ihre Situation. Immer vorausgesetzt, du trittst höflich und aufgeräumt auf, weißt, was du sagen willst und kommst zügig zum Punkt.

Bereite dich entsprechend vor, so dass du Fragen zu deiner Person und deinem Anliegen souverän beantworten kannst:

– In welcher Position oder in welchem Bereich möchtest du gerne arbeiten?

– Was sind die Schwerpunkte in deinem Lebenslauf?

– Welche Qualifikationen und Fähigkeiten bringst du mit?

– Warum möchtest du in diesem Unternehmen arbeiten und was weißt du darüber?

– Wann kannst du anfangen?

Wenn du es geschafft hast, ein gutes Gespräch zu führen, dann kannst und solltest du dich in deinem Bewerbungsanschreiben darauf beziehen und wenn möglich auf die besprochenen Inhalte eingehen.

Das hilft dem Empfänger, sich an euer Gespräch zu erinnern und sich ein Gesamtbild von dir zu machen. Wenn du Glück hast, dann zahlt sich dein Anruf jetzt aus und du hast einen Vorsprung zu deinen Mitbewerbern aufgebaut.

Wenn ein Gespräch einmal nicht auf positive Resonanz stößt, liegt es nicht zwingend an dir! Vielleicht gibt es gerade wirklich keinen Bedarf oder die Umstände geben eine Auseinandersetzung mit Bewerbern nicht her. Das kann viele Gründe haben, die aber nicht unbdingt etwas mit dir zu tun haben müssen.

Auch die Unternehmensgröße kann eine Rolle spielen. Große, bekannte Unternehmen erhalten in der Regel so viele Bewerbungen, auch initiativ, dass ein Anruf dir unter Umständen keinen Vorteil verschaffen wird. Aber wenn du eine Frage hast, ruf an! Dein persönlicher Kontakt schafft dir dann vielleicht keinen Vorteil – aber wahrscheinlich auch keinen Nachteil.

Für kleinere Unternehmen bedeutet die Suche nach passenden Bewerbern oft einen großen Aufwand. Sie freuen sich womöglich, wenn du ihnen mit deinem Anruf hilfst, das Suchverfahren abzukürzen.

Es wird immer davon abhängen, an wen du gerätst und ob du den richtigen Zeitpunkt erwischt hast. Und natürlich von deiner aktuellen Stimmungslage. Es gibt Tage, die sind für solche Art von Anrufen wie geschaffen.

Ist heute vielleicht so ein Tag für dich?

 

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2 Kommentare, sei der nächste!

  1. Timing und ein gewisses Fingerspitzengefühl für zeitliche Abläufe im Betrieb sollte ein Bewerber beim Anrufen schon haben. Er weiß schließlich für welchen Job in welchem Betrieb er sich bewirbt. Ich würde nicht unbedingt sagen, dass Bewerber die anrufen dadurch einen Vorteil haben, aber sie bleiben eher im Gedächtnis haften. Auch zeigt es, dass sich ein Bewerber nicht auf die pauschalen Meinungen anderer verlässt, und sich lieber selbst informiert. Fazit: Es ist sinnvoller ein Bewerber ruft an um wichtige Punkte von vorne herein zu klären, als dass sich spätestens im Bewerbungsgespräch herausstellt, dass beide Seiten in wichtigen Dingen aneinander vorbei gedacht haben.

    Beste Grüße
    http://www.jandi.ch

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