Netzwerken

Wie du Netzwerken leben und lieben lernst

Netzwerken hat eine neue Dimension bekommen und das ist eine richtig gute Nachricht! Aktives Netzwerken fand “früher” ausschließlich offline statt. Visitenkarten austauschen auf Veranstaltungen ist ein klassisches Bild dafür.

Wenn du sinnvolle Veranstaltungen besuchst, auf denen du interessante Menschen triffst und auch mit ihnen ins Gespräch kommst ist das immer noch eine großartige Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen!

Aber es ist nicht mehr die einzige Möglichkeit!

Und das spielt besonders den introvertierten Jobsuchern in die Karten oder denen, die nicht regelmäßig Veranstaltungen besuchen können, zum Beispiel alleinerziehenden Eltern. Oder Menschen, die auf dem Land leben. Heute hast du die Möglichkeit, dein Netzwerk auch online zu erweitern und es auf vielfältige Weise zu nutzen und sogar Spaß daran zu haben.

Aber wie geht das? Und wieso muss Netzwerken überhaupt Spaß machen?

Wie wird aus der Worthülse “Netzwerken” ein Schuh, der auch dir passt? “Netzwerken” klingt erst einmal nicht besonders attraktiv. Das Wort an sich hat etwas kaltes, technisches. In meinen Ohren “menschelt” das Wort nicht gerade und vielleicht distanzieren sich gerade deswegen so viele Frauen davon. Wenn es dir auch so geht, dann lies unbedingt weiter, denn echtes Netzwerken ist “frauenfreundlich”! Lass’ mich dir erklären, warum das so ist…

Was ist ein Netzwerk überhaupt?

Jeder hat ein Netzwerk, ob er will oder nicht! Auch du! Es ist die Gesamtheit aller deiner Kontakte: Arbeitskollegen, Kunden, geschäftliche Kontakte, Vereinsmitglieder, Familie, Freunde. Alle diese Kontakte haben wiederum Kontakte und so entsteht ein großes Netzwerk an Menschen, die irgendwie miteinander verbunden sind.

Und was ist Netzwerken?

Aktives Netzwerken beginnt damit, dich für Gespräche mit den Menschen um dich herum zu öffnen! Ohne Vorurteile in Bezug auf Rang oder Status deines Gegenübers und ohne unmittelbare Erwartungshaltung.

Öffne dich ein Stück weit und finde heraus…
…was sie gut können
…was sie brauchen
…wofür sie sich interessieren und
…wofür sie stehen,

dann kannst du ihnen direkt oder zu einem späteren Zeitpunkt womöglich in irgendeiner Form weiterhelfen. Zum Beispiel durch die Weitergabe eines Kontakts oder einer Information, die du hast.

Netzwerken ist Geben und Nehmen!

Ich wette, das klingt schon eher so, als könnte es etwas für dich sein, oder als würdest du das längst so machen.  Netzwerken bedeutet zunächst einmal, dich nützlich zu machen für andere. Du tust das in der Überzeugung, dass deine Unterstützung auf die eine oder andere Art und Weise eines Tages zu dir zurückkommt.

Es geht dabei nicht darum, dich ausnutzen zu lassen oder dich für andere aufzuopfern. Aber eine kurze E-Mail mit einem Tipp, ein freundliches Feedback oder eine Kontaktadresse sollte immer drin sein und kostet dich nicht allzu viel deiner Zeit und Kraft.

Du wirst dich wundern, wie einfach es sein kann, anderen einen Gefallen zu tun. Für diese Art von Geben brauchst du nicht viel mehr als Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Achtsamkeit!

Wie präsentiere ich mich am besten?

Nicht nur auf geschäftlichen Veranstaltungen wird gerne gefragt: “Und was machen Sie?” Wer sich nicht gerne selbst präsentiert, bekommt bei der Vorstellung daran schon schweißnasse Hände. Dabei ist es so einfach! Erzähle, was du an deiner Tätigkeit liebst, was du gut kannst und was du damit bewegst oder schon bewegt hast, anstatt nur deine Funktion zu nennen. Namen sind Schall und Rauch und die meisten Titel sind es auch.

Zeige dich als Mensch und versuche gar nicht erst, dich hinter einem Titel zu verstecken. Titel und Funktionen sind langweilig, wenn du sie nicht mit Leben füllst und sagen für sich genommen nichts über dich als Person und deine Arbeit aus.

Das bedarf etwas Vorbereitung, aber sicher gibt es irgend etwas an deinem Job oder an dem, was du gerade tust, das dir wirklich Spaß macht und dir gefällt, was du gut kannst und was der Grund dafür ist, warum du es tust.

Denke unbedingt auch an deine Ziele und an deine aktuellen Herausforderungen! Sprich sie aus und gib deinem Netzwerk so die Möglichkeit, DIR zu helfen. Das ist wirklich wichtig! Denn nur, wenn du aussprichst, was du gerade brauchst, was dich beschäftigt und wohin du dich entwickeln willst, kann auch dir geholfen werden.

Natürlich funktioniert das auch und besonders gut bei der Jobsuche! Vielleicht kennt dein Gegenüber jemanden, der genau den Job anbietet, den du gerade suchst? Wenn du regelmäßig Mehrwert in dein Netzwerk hineingibst und es pflegst, wird es dir auch nicht mehr schwerfallen, Hilfe und Unterstützung anzunehmen. Es ist ein Geben und Nehmen!

Wie finde ich relevante Menschen zum Netzwerken?

Ganz einfach: Es gibt keine nicht-relevanten Menschen. Alle können theoretisch gleichsam wertvoll für dein Netzwerk sein, denn sie verfügen ihrerseits über Erfahrungen, Wissen und ein eigenes Netzwerk. Nutze den Kontakt zu allen Menschen, die du triffst in dem Willen, von ihnen zu lernen und ihnen zu helfen.

Lass’ dich nicht vom ersten Eindruck täuschen! Vielleicht sieht jemand unscheinbar aus und hat auf den ersten Blick nichts mit dir gemeinsam. Vielleicht entpuppt sich gerade dieser Kontakt als besonders wertvoll. Genieße gute Gespräche und Begegnungen. Merke dir, wer für welche Themen steht.

Es ist aber auch ratsam, die Nähe von Menschen zu suchen, die dich aus welchem Grunde auch immer besonders interessieren, weil sie vielleicht schon etwas geschafft haben, was du auch gerne schaffen möchtest, weil du von ihnen lernen kannst, oder weil sie dich inspirieren. Wenn du mit der Prämisse Kontakte suchst, selber einen Mehrwert einzubringen, dann kannst du gar nichts falsch machen.

Und Online? Online gibt es so viele verschiedene Möglichkeiten, ein interessantes Netzwerk aufzubauen.

Zum Beispiel…

  • indem du bei XING und LinkedIn ein Profil erstellst. Werde Mitglied in Gruppen, deren Themen für dich wichtig sind und steige in die Diskussionen ein.
  • finde Facebook-Gruppen, die sich mit deinen Interessensgebieten beschäftigen und beteilige dich aktiv.
  • Mache dich auf die Suche nach Webseiten und Blogs, die für deine Themen stehen, kommentiere Beiträge und beginne den Austausch mit anderen Lesern.

Das Internet gibt dir die Möglichkeit, Menschen zu finden, die in deinem Bereich unterwegs sind. Offline wäre das in dem Umfang niemals möglich. Netzwerkveranstaltungen sind hier häufig weniger spezifisch und daher nicht immer effektiv.

Was habe ich davon?

Ein gutes Netzwerk kann nicht aus reinem Eigennutz heraus entstehen, soviel ist klar! Wer nur etwas von seinem Umfeld haben will ohne etwas zu geben, wird keine Freude daran haben, denn niemand mag immer nur geben, ohne selber irgendwann etwas davon zu haben. Die Kernfragen, die du dir stattdessen stellen solltest sind:

Was kann ich für mein Gegenüber tun? und Wo liegen meine eigenen aktuellen Herausforderungen?

Beim Netzwerken geht es nicht darum, wie viele Menschen du kennst, sondern wieviele Menschen DICH kennen! Mache dir klar, was du zu geben hast. Biete deine Unterstützung an! Was sind deine Stärken und für welche Fragen kann dein Gegenüber auf dich zukommen?

Deine Freundlichkeit und deine Großzügigkeit werden im Laufe der Zeit zu dir zurück kommen – vorausgesetzt du bist dir im Klaren darüber, was du selber brauchst!

Es ist sehr wichtig, dass du ganz genau formulieren kannst, wofür du stehst. Hier ist ein wenig Selbstmarketing durchaus angebracht, dann funktioniert Netzwerken für alle Bereiche, die du dir vorstellen kannst: Job, Praktikum, Informationen, Dienstleistungen, Kontakte, Kindergartenplätze, Freunde in der neuen Stadt und so vieles mehr.

Fazit

Netzwerken ist liebenswert, weil achtsames Netzwerken Spaß macht und großartige Zufälle, Erlebnisse und neue Kontakte hervorbringt- die Magie funktioniert, versprochen! Auch wenn du jetzt gerade keinen Job suchst, vielleicht freust du dich zu einem späteren Zeitpunkt über Unterstützung? Und wäre es nicht schön, wenn dann jemand auf dich zukommt und dich fragt:

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