5 Tipps für deinen erfolgreichen Lebenslauf

Beim Gedanken an den eigenen Lebenslauf fühlen sich viele Bewerber überfordert: Alles in die richtige Reihenfolge bringen, mit Lücken umgehen, Kenntnisse abbilden – und dann auch noch ein ansprechendes Layout zaubern. Puh, ganz schön aufwendig!

Ich bin keine Freundin davon, aus allem eine Raketenwissenschaft zu machen. Wirklich nicht. Aber ich möchte dich dazu einladen, deinen Lebenslauf einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. 

Stell’ dir vor, jemand, der dich noch niemals gesehen hat, hat deinen Lebenslauf vor sich liegen und soll sich nun einen ersten Eindruck von dir verschaffen.

Und nun stell’ dir vor, du bist selber dieser Jemand. Was wäre DIR wichtig? Ich bin sicher, die meisten Unsicherheiten kommen daher, dass Bewerber versuchen, es jemandem recht zu machen, den sie gar nicht kennen. Da sind Schwierigkeiten vorprogrammiert. 

Für den Anfang gebe ich dir fünf Tipps, die MIR wichtig sind: 

1.   Immer hübsch der Reihe nach

Der zeitliche Ablauf deines Werdegangs sollte immer lückenlos sein, nicht, damit du perfekt dastehst, sondern damit der Empfänger beim Lesen schnell ein vollständiges Bild bekommt. Die aktuelle Tätigkeit wird dafür ganz oben angegeben und dann geht es bis zum Schulabschluss zurück – und zwar konsequent Station für Station. Für „Lücken“ gibt es sicher einen guten Grund, daher gehören auch sie mit entsprechender Erläuterung in diesen Ablauf hinein.

Bewerber haben damit häufig Schwierigkeiten, weil sie sich zu sehr an den Überschriften orientieren und die Stationen unbedingt in Abschnitte wie „Berufserfahrung“ oder „Studium“ kategorisieren wollen. Doch dann gerät leicht alles durcheinander und der Empfänger muss sich die Zeitschiene selber mühevoll zusammensuchen.

Die Lösung: Einfach die Überschriften anpassen, zum Beispiel in „Werdegang“ statt „Berufserfahrung“ oder in „Ausbildung und erste Berufserfahrung“ vor dem Abschnitt „Studium“.

Merke dir einfach: Die Überschriften müssen zum eigenen Werdegang passen – nicht umgekehrt – und die Chronologie hat oberste Priorität!

2.   Platz für Kreativität

Abgesehen davon, dass die beruflichen Stationen zeitlich richtig sortiert sein müssen, bietet der Rest ausreichend Platz für deine eigenen Ideen: Weiterbildungen, Kenntnisse, Hobbys oder auch Praktika während des Studiums dürfen getrost auch rechts oder links des Werdegangs abgebildet werden, so wie manche moderne Layoutvorlagen das vorschlagen.

Das Layout darf durchaus eine eigene Note haben, auch wenn im Zweifel gilt: Weniger ist mehr!

Bitte bedenke: Die Übersichtlichkeit der Inhalte geht immer vor! Sehr schöne, grafische Lebenslaufvorlagen gibt es, teilweise kostenlos, zum Beispiel auf Canva.

3.   Mehr Details bitte

Um zu verstehen, ob du zu der ausgeschriebenen Position passt, ist es für den Empfänger der Bewerbung wichtig zu erfahren, was du im Rahmen deiner bisherigen beruflichen Stationen genau gemacht hast. Welche Tätigkeiten hast du ausgeübt? Welche Kenntnisse hast du erworben oder vertieft?

Dafür ist es ratsam, dass du unter jeder Berufsstationstichpunktartig Tätigkeiten aufführst, die auch für die Ausübung des neuen Jobs nützlich oder sogar unerlässlich sein können.

Dafür hilft es, die Stellenausschreibung genau zu lesen und zu überlegen: „Was habe ich in den vergangenen Jobs gemacht, was mich dazu befähigt, diesen Job zu machen?“

Besonders interessant sind hier messbare Angaben wie zum Beispiel:

  • Budgetverantwortung/Umsatzverantwortung
  • Führungsverantwortung
  • Projektverantwortung

4.   Deckblatt erlaubt

Das Deckblatt hat keinen guten Ruf – schade eigentlich! Denn richtig genutzt kann es nicht nur Platz sparen sondern deine Bewerbung auch sinnvoll abrunden.

Hierfür sollte das Deckblatt neben dem Bewerbungsfoto alle Punkte enthalten, die sonst unter der Überschrift „persönliche Angaben“ stehen.

Außerdem können die wichtigsten Daten des Lebenslaufs in Stichpunkten in einem Kurzprofil zusammengefasst werden:

  • Ausbildung als…
  • jahrelange Erfahrung mit…
  • Master in…
  • fließendes Englisch

oder was auch immer besonders wichtig für den entsprechenden Job ist. 

Auf diese Weise ist das Deckblatt wirklich mehrwertig – und im Lebenslauf selber kann es direkt mit den relevanten Informationen losgehen.

5.   Im Zweifel lieber weglassen

  1. Die „dritte Seite“. Alles, was im Lebenslauf keinen Platz findet kommt in das Anschreiben – oder kann weggelassen werden.
  2. Weiterbildungen, die für die entsprechende Stelle auch mit Fantasie keinerlei konkreten Nutzen bringen.
  3. Grundkenntnisse, wenn du nicht bereit bist, sie auch wirklich einzusetzen.
  4. Angaben über den Führerschein, es sei denn, es wird explizit danach gefragt.
  5. Allgemeine Freizeitaktivitäten wie lesen, Fahrrad fahren oder schwimmen. Interessant hingegen sind ungewöhnliche Aktivitäten wie zum Beispiel Fotos in der eigenen Dunkelkammer entwickeln, im Impro-Theater spielen oder an Origami-Wettbewerben teilnehmen

Fazit

Die Angst, mit dem Lebenslauf etwas falsch zu machen, steht der Vorfreude auf einen neuen Job oft im Wege. Dabei kann gerade diese Freude den Unterschied machen und dir zu einem Lebenslauf verhelfen, der sich positiv von denen deiner Mitbewerber unterscheidet.

Versuche, dich in den Empfänger oder die Empfängerin deiner Unterlagen hineinzuversetzen. Was müssen sie wirklich wissen, um zu verstehen, dass du diese Aufgabe gut ausfüllen kannst? 

Dein Lebenslauf ist nicht nur ein Rückblick auf das, was du bisher gemacht hast. Er ist auch eine Arbeitsprobe für deine Sorgfalt, Empathie, Ehrlichkeit, Selbsteinschätzung, Rechtschreibfähigkeiten, Vertriebsstärke, Genauigkeit, EDV-Kenntnisse und einiges mehr. 

Leider liegt der Fokus vieler Bewerber zu oft darauf, Zeiten der Neuorientierung oder der Arbeitssuche als Mangel zu werten und darüber die positiven Aspekte und die Chancen zu vergessen.

Dabei ist auch der gelungenste Lebenslauf nur eine Frage der Perspektive!

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