5 Sofortmaßnahmen für mehr Zufriedenheit im Job

Arbeit ist ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens – nicht zuletzt deswegen, weil wir einen Großteil unserer Zeit damit verbringen. Aber was passiert, wenn die Arbeit wirklich unzufrieden macht?

Tanja hatte einen Job. Glücklich war sie trotzdem nicht. Dabei kam die Studie “Happiness at Work” zu dem Ergebnis, dass Menschen mit Arbeit im Durchschnitt deutlich glücklicher sind als Menschen ohne Arbeit.  Für Tanja galt das leider nicht, als ich das erste Mal mit ihr sprach.

Wenn der Job eine Katastrophe ist

Chaotische Arbeitsabläufe, Kollegen, die sich ihre eigene Ordnung schafften, ein Chef, der von alldem nichts wissen wollte und Tanja mittendrin – kreuzunglücklich, weil sie jeden Tag das Gefühl hatte, gegen Windmühlen zu arbeiten.

Diese belastende Situation am Arbeitsplatz führte dazu, dass Tanja sich ausgeliefert und vollkommen handlungsunfähig fühlte. Vergessen war die gute Ausbildung und die wertvolle Berufserfahrung. Das Selbstvertrauen war im Keller und die Laune sowieso.

Für Tanja’s Freunde und Familie lag die Lösung auf der Hand: Such’ dir doch einfach einen neuen Job! Aber die Kraft reichte einfach nicht aus, sich abends noch mit einer Jobsuche auseinanderzusetzen, der Blickwinkel war zu eng geworden und hatte alle Fantasie erdrückt. Aus dieser Situation heraus schien es ihr unmöglich, die nötigen Schritte zu erkennen, die zu gehen waren – geschweige denn, dass sie die Kraft dafür aufgebracht hätte. Und was wäre, wenn es im nächsten Job noch schlimmer käme?

Where the focus goes the energy flows

Je länger Tanja über ihre missliche berufliche Lage nachdachte und sich darauf fokussierte, davon loszukommen, desto tiefer geriet sie in destruktive Gedankenmuster hinein und desto auswegloser schien die Situation. Das gute Zureden von außen half ihr nicht, weil sie die Ratschläge zwar verstand und auch nachvollziehen konnte, aber nicht in der Lage war, sie auch für sich umzusetzen. Mit dem Grübeln über ihre berufliche Situation war ihr gesamter Fokus gebunden.

Die gute Nachricht war: Genau das war die Stellschraube für eine Veränderung zum Besseren! Mit diesen 5 Maßnahmen konnte Tanja den Fokus auf die Verbesserung ihrer Situation richten:

1. Konzentriere dich auf das, was du beeinflussen kannst

Egal, wie es im Job läuft – du kannst immer DEIN Bestes geben und daraus Kraft schöpfen. So hast du dir nichts vorzuwerfen und weißt am Ende des Tages, was DU geleistet hast. Blende das aus, was du nicht ändern kannst und wende keine Energie dafür auf, innerlichen Widerstand dagegen aufrecht zu erhalten. Du kannst diese Energie viel besser woanders einsetzen.

Beobachte dich im Alltag immer wieder und frage dich, ob du in einer Situation auch anders reagieren kannst, zum Beispiel gelassener. Mache dir negative Gedanken bewusst und frage dich, was du zur Klärung der Situation selber beitragen kannst oder wie du dich abgrenzen kannst. Manchmal hilft es schon, ein klärendes Gespräch zu suchen und die eigenen Grenzen aufzuzeigen. Und wenn das nichts ändert, dann hast du es wenigstens versucht.

Was kannst DU heute tun, um deine Situation zu verbessern – selbst wenn niemand anders etwas verändert und auch die Umstände dieselben bleiben?

2. Lenke deinen Blick nach außen

Nimm’ einen Tag frei oder noch besser: Urlaub und beschäftige dich mit ganz anderen Dingen. Lass’ die berufliche Situation ruhen und stelle fest, dass dieser Job nicht das Zentrum des Universums ist.

Laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung waren im 2. Quartal 2018 rund 1,237 Millionen Stellen in Deutschland unbesetzt. Die Wahrscheinlichkeit, dass es für dich keine andere Aufgabe da draußen gibt, ist ziemlich gering.

Beschäftige dich in deiner Freizeit ausschließlich mit Dingen, die dir Freude machen und die dich inspirieren. Dieser Fokus auf das Positive wird dir dabei helfen, neue Wege aus deiner beruflichen Situation zu erkennen und neue Kraft zu schöpfen.

3. Nutze den Morgen

Wenn du abends zu müde bist, um dich mit deiner beruflichen Neugestaltung zu beschäftigen, dann stehe morgens früher auf. Bis zum Mittag sollten die wichtigsten Dinge des Tages erledigt sein – und was könnte wichtiger sein als du selbst?

Nutze die Zeit, um positiven Gedanken Raum zu geben, lies ein Buch, das dich inspiriert, mache einen spannenden online-Kurs, plane deinen Tag und deine nächsten Schritte, schreibe an deiner Bewerbung oder mache etwas Gymnastik. Auf diese Weise spürst du deinen eigenen Gestaltungsspielraum und gehst kraftvoller in den Tag.

Wenn du das an 5 Tagen die Woche schaffst, hast du 5 Stunden pro Woche gewonnen, in denen du das Ruder in der Hand hast. Und wenn du klein anfängst, wird Großes folgen!

Der Dalai Lama steht jeden Tag um 3:00 Uhr auf, um zu meditieren. Aber selbst wenn du erst um 5:30 Uhr aufstehst statt um 6:30 Uhr hast du viel gewonnen.

4. Sei dankbar

Es heißt, man könne nicht dankbar und unglücklich zugleich sein. Die Tatsache, dass es unglückliche reiche Menschen gibt, zeigt, dass diese Dankbarkeit nicht einfach an Besitz oder Äußerlichkeiten festgemacht werden kann. Vielmehr ist echte Dankbarkeit eine Grundhaltung, die sehr viel Kraft geben und den eigenen Blickwinkel nachhaltig verändern kann.

Du kannst beispielsweise dankbar sein für die Freiheit, dir jederzeit einen neuen Arbeitsplatz suchen zu können. Oder du kannst unglücklich darüber sein und bleiben, dass du jetzt diesen Arbeitsplatz hast. Du entscheidest, aber beides zur gleichen Zeit kannst du nicht haben!

5. Sprich mit jemandem

Wenn deine Situation für dich ausweglos erscheint, sprich’ mit jemandem, der oder die dir dabei helfen kann, deinen Blickwinkel wieder zu weiten und deine nächsten Schritte mit dir zu planen. Nur, weil du es gerade alleine nicht schaffst, heißt das nicht, das es nicht geht. Wir sind, was uns selber angeht, eben ziemlich subjektiv.

Zufriedenheit im Job ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit, damit du das Leben führen kannst, das du führen möchtest – beruflich wie privat. Den Schlüssel dazu hast du schon längst – du brauchst nur anfangen, ihn auch zu benutzen!

 

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